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Der Huthübel bei Steudten

Geschichte in Stein

Der Huthübel bei Steudten ist ein sogenannter Monolith aus Quarzporphyr, der mit der Eiszeit aus Schweden in unser Gebiet gekommen sein soll. Er ist einer von insgesamt vier Menhiren in Sachsen.

Der Huthübel - Der Name Huthübel deutet darauf hin, dass hier im Mittelalter Recht gesprochen wurde (Hutgericht). Er markiert auch die Grenze zwischen Steudten und der Wüstung Batera. Auf Grund der für einen mittelalterlichen Grenzstein untypischen Größe könnte er ein echter Menhir sein. Das ist jedoch nicht beweisbar.

Bildurheber: Uta Petzke

Weitere Steine sind:

Der Spitze Stein von Bucha-Zeuckritz. Er soll Bestandteil eines Steinkreises einer bronzezeitlichen Grabanlage gewesen sein und ist damit kein echter Menhir, außer er hätte als zentraler Stein auf dem Grabhügel gestanden. Das ist aber nicht mehr bekannt, zumal er auch nicht an originaler Position steht.

Menhir Hoher Stein von Döben. Besteht aus Braunkohlenquarzit und ist 1,90 Meter hoch. Auf Grund des Materials und der Größe ist das der beste Kandidat aus Sachsen für einen echten Menhir. Braunkohlenquarzit ist z.B. auch für den sicheren Menhir "Steinerne Jungfrau" von Halle verwendet worden.

Rugestein von Zschoppach Auch aus Braunkohlenquarzit, aber nur 0,95 Meter hoch. Er wurde als Gerichtsstätte im Mittelalter verwendet. Dass es sich um einen echten Menhir handelt, ist möglich, aber nicht beweisbar. Sichere Nachweise, dass es sich bei den sächsischen Monolithen um echte Menhire handelt, gibt es nicht. Das ist allerdings bei sehr vielen Menhiren der Fall. Man ist hier oft auf Vermutungen angewiesen.

Sicher ist, dass die Region während des Jungsteinzeit besiedelt war.

Nach der Position und dem Namen kann man oft nur eine Nutzung als Grenz- oder Gerichtsstein belegen. Das ist jedoch auch bei vielen echten Menhiren der Fall. Ein großer Teil der Menhire hat auch nur deshalb die Christianisierung überstanden, weil sie so nachgenutzt wurden. Weitere interessante Informationen gibt es unter http://tw.strahlen.org/praehistorie.html

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